Eigener Videoserver / Community - TV-Kanal

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Modi Kalle.

  • Wer noch Flash verwendet hier mal ein Player zum reinschauen:

  • Was sind RTMP-Dateien?

    Bei RTMP, das für Real Time Messaging Protocol steht, handelt es sich um die Dateierweiterung, die von Macromedia Flash verwendet wird. Wenn man sich den Hintergrund genauer anschaut, stellt man fest, dass das Real-Time Messaging Protocol ursprünglich für die High-Performance-Übertragung von Video, Audio und Daten zwischen Adobe Flash Plattform-Technologien, einschließlich des Adobe Flash Players und Adobe Air, entwickelt wurde.

    Inzwischen ist RTMP jedoch als offene Spezifikation verfügbar, um Produkte und Technologien zu entwickeln, welche die Übertragung von Audio, Video und Daten in den offenen Formaten AMF, SWF, FLV und F4V ermöglichen. Der VLC Media Player (Version 2.1 und neuer) unterstützt mittlerweile die Wiedergabe von RTMP-Streams (nicht RTMPE). Dagegen ist der Adobe Flash Player (das Web-Browser Plug-in) der am häufigsten verwendete RTMP-Client, der die Wiedergabe von Audios und Videos, die von RTMP-Servern gestreamt werden, unterstützt.

    Wiedergabe von RTMP-Dateien mit dem VLC Media Player auf Windows

    Der VLC-Player konnte, als er entwickelt wurde, ursprünglich keine RTMP-Dateien wiedergeben. Bis zur Version 1.1 konnte der VLC Player keine RTMP-Dateien abspielen. Aber als die neue Version auf den Markt kam, wurde die Funktion, Macromedia RTMP Flash Protocol-Dateien einfach zu streamen, eingeführt. Hier sind die nötigen Schritte.



    Schritt 1:

    Öffnen Sie den VLC, klicken Sie das Menü auf der linken Seite an, um RTMP-Dateien mit dem VLC Media Player auf Windows problemlos wiederzugeben.


    Schritt 2:

    Klicken Sie dann auf "Netzwerkstream öffnen" und fügen Sie die URL des Videos, das Sie mit dem VLC Media Player abspielen möchten, ein.

    In unserem Projekt wäre das:

    rtmp://radio-butterfly.com/live


    Schritt 3:

    Es ist eine Textbox verfügbar, die das Vorgehen erklärt und Sie auffordert "Bitte geben Sie eine Netzwerkadresse ein."

    Dann muss nur noch der Play-Button geklickt werden. Genießt nun euer Video mit dem VLC Player.

    Wiedergabe von RTMP-Dateien mit dem VLC Media Player auf dem Mac

    Das Vorgehen beim Mac ist dasselbe wie im Windows-Abschnitt beschrieben. Es kann die gleiche Methode verwendet werden, um RTMP-Dateien oder RTSP-Dateien abzuspielen. Klicken Sie dazu einfach auf die Streaming-Option im Medien-Menü. Dann erscheint ein Fenster, in das Sie die Datei einfügen müssen. Nachdem Sie die Datei hinzugefügt haben, müssen Sie in der nächsten Option die Netzwerk-URL eingeben. Klicken Sie nach dem Hinzufügen der Netzwork-URL auf "Stream". Dann ist der Prozess abgeschlossen und Ihre Dateien werden im VLC Media Player auf dem Mac abgespielt. Die Vorgehensweise bei der Wiedergabe ist die gleiche wie bei Windows.

  • OBS Studio

    OBS Studio ist kostenlos und hat ein solides Set an Funktionen. Alles, was man zum Streamen braucht, und mehr. OBS läuft auf Windows, Mac und Linux. Eine große Vielfalt an zusätzlich installierbaren Plug-Ins können die im Kern eher einfach gehaltene Software zu einem wahren Alleskönner machen – Top!

    Allerdings wird es für neue Nutzer doch mehrere Teststunden dauern, bis OBS ordentlich eingerichtet ist und flüssig läuft. Grund dafür ist die wenig intuitive Nutzerführung. Bis man alle Einstellungen gefunden und Szenen schön zusammengeklickt hat, vergeht viel Zeit. Außerdem gibt es keine standardmäßigen Voreinstellungen für Bitrate, Encoder Settings oder Audio – d.h. testen, testen, testen, weil diese Einstellungen vom eigenen Rechner, der Verbindung (genauer gesagt der Uploadrate) und dem Spiel bzw. Content abhängen, der gestreamt wird.

    Siehe auch: Internetverbindung / Uploadrate testen



    Allgemein

    In den Einstellungen unter Allgemein gibt es nicht viele Optionen. Neben der Sprache kann das Design geändert werden. Bisher gibt es zwar nur ein helles Standarddesign und ein dunkles. Ich persönlich würde das dunkle wählen, da es viel angenehmer für die Augen ist.

    Außerdem können wir noch einen Bestätigungsdialog beim Starten oder Stoppen des Streams anzeigen lassen. So muss extra bestätigt werden, dass wir wirklich streamen wollen. Ein ungewolltes Streamen ist somit beinahe ausgeschlossen.


    Unter Allgemein können softwarespezifische Einstellungen vorgenommen werden.


    Stream

    Im Menü Stream gibt es auch nicht viele Infos oder Einstellungsmöglichkeiten. Diese sind aber mit am wichtigsten. Wenn wir zu einem der bekannten Dienste streamen möchten, wählen wir oben die Streaming-Plattform aus. Im Dropdown werden dann die Bekanntesten angezeigt. Setzten wir noch einen Haken bei Alle Plattformen anzeigen.


    Hier könnt ihr den Streaming-Server sowie den Streamschlüssel hinterlegen.


    Ausgabe

    Unter Ausgabe gibt es zwei Modi, die wir uns anschauen müssen. Im einfachen Ausgabemodus sind die Einstellungsmöglichkeiten sehr beschränkt und beziehen sich nur auf das wesentliche.

    Die passende Video-Bitrate müsst ihr für euch selbst finden. Passend für den Anfang ist 1500 bis 2500 kbit/s einzutragen. Genau diese Bitrate müssen übrigens auch eure Viewer haben, um den Stream überhaupt laden zu können. Für die Audio-Bitrate könnt ihr standardmäßig 128 stehen lassen.

    Den Punkt Erweiterte Encoder-Einstellungen aktiviert ihr, indem ihr einen Haken im entsprechenden Kästchen setzt. Das Preset lassen wir standardmäßig bei veryfast. Wenn der Stream ruckeln sollte oder ihr Framedrops habt, geht in der Liste weiter nach oben. Die Benutzerdefinierten Encoder-Einstellungen lassen wir leer.

    Solltet ihr mit OBS nur Videos aufnehmen wollen, stellt unten den Pfad ein, wo die Videos gespeichert werden sollen. Weiterhin solltet ihr die Aufnahmequalität eurer PC-Leistung anpassen. Solltet ihr in hoher Qualität streamen können, lasst die Einstellung auf Gleiche wie Stream. Für reine Aufnahmezwecke, passt die Einstellung dementsprechend an.

    Für den erweiterten Modus gehen wir noch weiter ins Detail.


    Unter Ausgabe könnt ihr die Bitrate des Videos sowie die Audioeinstellungen verändern.


    Streamen

    Der Encoder steht normal auf x264. So läuft das Encoding über die CPU des PCs. Im Normalfall ist diese Einstellung auch die Richtige. Beansprucht ein Spiel eure CPU besonders stark, lässt sich die Last auch auf die Grafikkarte abwälzen. Für Nvidia-Grafikkarten wählt ihr den Encoder NVIDIA NVENC aus und schon berechnet die GPU eures PC den Stream. Eine leistungsstarke Grafikkarte wird selbstverständlich vorausgesetzt.

    Die restlichen Einstellungen im Schnelldurchlauf:

    • Verwende benutzerdefinierte Puffergröße: nein – Es wird von den Streaming-Diensten empfohlen, die selbe Puffergröße einzustellen, wie die Bitrate
    • Keyframeintervall (Sekunden, 0 = auto): Standardeinstellung beibehalten
    • Benutze CBR: ja
    • Prozessorauslastung-Voreinstellung: veryfast – weiter oben nochmal nachlesen
    • Profil: main
    • Tune: (Nichts)

    Aufnehmen

    Im Bereich Aufnehmen nehmt ihr die Einstellung für Aufnahme von Videos vor. Ihr könnt den Speicherort, das Format und auch die aufzunehmenden Audiospuren anpassen. Falls die Skalierung geändert wird oder sich vom Stream unterscheiden soll, könnt ihr dies hier ändern.

    Audio

    Unter Audio könnt ihr die einzelnen Audio-Spuren anpassen. Ihr könnt einen eigenen Namen sowie die Bitrate anpassen. Es empfiehlt sich einfach die Standardeinstellung beizubehalten.


    Audio

    Der Bereich Audio beinhaltet nicht viele Einstellungen. Ihr könnt zwei verschiedene Wiedergabe- und drei verschiedene Aufnahmegeräte direkt in der Software wählen. Besonders interessant ist diese Option, wenn ihr zu zweit streamen wollt.

    Falls euer Mikrofon nicht dauerhaft aufnehmen soll und ihr lieber mit Push-to-Talk arbeitet, lässt sich hier noch die Verzögerung einstellen. Ihr bestimmt selbst, nach wie vielen Millisekunden das Mikrofon stummgeschaltet ist.


    Im Bereich Audio können verschiedene Ausgabe- sowie Aufnahmegerät festgelegt werden.


    Video

    Die Option Basis (Leinwand) Auflösung entspricht in jedem Fall der Auflösung des Hauptmonitors. Die Ausgabe (skaliert) Auflösung gibt an, wie der Stream übertragen wird. Je höher die Auflösung, desto mehr muss übertragen werden. Es wird somit mehr Volumen benötigt. Habt ihr eine niedrige Video-Bitrate angegeben, sollte die Auflösung herunterskaliert werden. In Anbetracht des Seitenverhältnisses normaler Monitore, ist eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel zu empfehlen.

    Der Filter sorgt zusätzlich für eine bessere Bildqualität. Je besser der Filter, desto mehr Leistung wird benötigt. Ihr werdet sowieso mehrere Testanläufe brauchen. Spielt einfach ein wenig mit der Einstellung herum.

    Den letzten Wert stellt ihr entweder auf 30 oder 60. Mit 60 FPS bekommt ihr selbstverständlich eine bessere Qualität, aber so benötigt ihr auch mehr Leistung.


    Falls ihr die Skalierung sowie den FPS-Wert anpassen möchtet, könnt ihr dies unter Video machen.


    Erweitert

    Die ganzen Einstellungen beinhalten eigentlich nur viel Kauderwelsch. Ein interessante Einstellung könnte das Automatische wiederverbinden sein. Aktiviert einfach die Einstellung und stellt den Timer auf 10 Sekunden.


    Sehr erfahrene Benutzer können hier Änderungen vornehmen. Außerdem kann die Stream-Verzögerung selbst eingestellt werden.


    Nach dem Konfigurieren der Übertragung und der jeweiligen Verbindung zum Streaming-Dienst, machen wir uns nun also ans Einstellen der Szenen und Audioquellen. Irgendwas möchten wir ja auch übertragen. Ich empfehle vorab: Startet OBS Studio immer als Administrator!

    Das Hinzufügen von Szenen und Quellen ist ganz leicht. Zuerst legen wir uns eine Szene an, wie im Film. Dafür machen wir auf der linken Seite im Kasten mit der Überschrift Szenen einen Rechtsklick und klicken auf Neu. Wir vergeben noch einen Namen, damit wir auch bei mehreren Szenen den Überblick behalten.



    Im Bereich der Quellen machen wir ebenso einen Rechtsklick und wählen dann die Art der Quelle aus. Möchtet ihr eine Spieleaufnahme hinzufügen, klickt ihr diese an. Für alle anderen Zwecke, schaut euch am besten die Möglichkeiten an. Solltet ihr eine Quelle mehrfach in verschiedenen Szenen benötigen, könnt ihr diese in einer Auswahl anklicken und hinzufügen.



    Um auch Ton in den Stream zu bekommen, legen wir in den Einstellungen unter Audio fest, welche Audiogeräte in OBS Studio zur Verfügung stehen sollen. Diese werden im Bereich Mixer dann angezeigt. Ihr könnt die Lautstärke verändern und Filter hinzufügen.

                   

    Wir sind mit den Grundeinstellungen in OBS Studio fertig und ihr könnt euren ersten Teststream starten.

    Im Teambereich findet ihr unsere Einstellungen zum streamen.

  • Ein paar kleine Hilfen / Tips zum ausprobieren im Anhang.

  • Ist das Videokanlal / TV - Thema interresannt für euch / uns und sollte weiter verfolgt und in die Community eingearbeitet werden? 11

    1. Ja - das ist ein interresantes Thema in Zukunft (6) 55%
    2. Vielleicht - eher noch warten (3) 27%
    3. Nein - passt nicht hierher (2) 18%
    4. Ist egal (0) 0%

    Nun,

    es sind bereits ein paar Tage vergangen seit das Thema angeschubst habe.

    Soll das ganze Thema mit dem Videokanal weiter verfeinert und ausgebaut werden?

  • Es gilt abzuwägen, Nutzung-Rentabilität und zusätzliche Kosten durch Server. Beteilige mich ja gern an Kosten, doch zur heutigen Zeit ist mein Limit begrenzt. Auch sind neue Technologien (Quanten-Computer) spätestens im kommendem Jahr für eine neue Ausrichtung zu erwarten. Sicher gilt, dass z.Zt. Linux eher mit Problemen umgehen kann als Windows (fachliche Quellen).

    Grundsätzlich bin ich immer für neue Dinge offen, wenn sie eine Weiterentwicklung für unser Projekt sind. :prost